Haus der Frauen Geschichte

Die Matronenverehrung im Rheinland

Autorin: 

Gera Kessler, Haus der Frauengeschichte Bonn

MATRONIS AUFANIABUS T(itus) STATILIUS PROCULUS
PRAEFECTUS LEG(ionis) I M(inervae) P(iae F(idelis)
ET SUTORIA PIA EIIUS
V(otum) S(olvit) L(ibens) M(erito).
Das ist eine Inschrift auf einem der römischen "Matronensteine", wie sie zu Hunderten im Bereich Köln-Bonn-Eifel gefunden worden sind. Der Text folgt einer bei den Römern üblichen Formel, die Buchstaben in Klammern sind der besseren Lesbarkeit wegen hinzugefügt:
"An die aufanischen Matronen: Titus Statilius Proculus, Präfect der 1. Legion Minerva, mit seiner Ehefrau Sutoria Pia (die Fromme?) erfüllte sein Gelübde gerne und nach Verdienst." Der Weihestein stammt von ca. 180 n.Chr. und wurde in Bonn gefunden, wo die 1. Legion Minerva stationiert war.

Wikingerinnen

Autorin: 

Barbara Fischer

Auf der Hitliste der besten gegenderten Worte belegt Wikingerinnen aus meiner Sicht einen der obersten Plätze. Prof. Arnulf Krause, Skandinavist an der Uni Bonn, gab während seines Vortrags im Haus der Frauengeschichte in Bonn sein Bestes, aus der Ära der Wikinger (793 – 1066) Texte zu präsentieren und interpretieren, die uns über Wesen und Wirken der Wikingerinnen erzählen. Es war ein schwieriges Unterfangen, aber ganz und gar nicht aussichtslos. (Foto: die Felsplatte von Hillersjö)

Die „Töchter Liliths“ – Frauenbilder in Fantasyromanen

Autorin: 

Isabel Busch, Haus der Frauengeschichte

Diese kritische Untersuchung von z.T. biblischen, soll heißen, zementierten Frauenbildern in den erfolgreichen Fantasy-Romanen“The Chronicles of Narnia” von C.S. Lewis ist Teil meiner Dissertation zum Thema „Konzepte von Weiblichkeit und Männlichkeit im Fantasy-Roman des 20. und 21. Jahrhunderts“. Dort finden sich alle genannten Aussagen in detaillierterer Form mit Textbelegen.

Piratinnen und Freibeuterinnen der Weltmeere - Arabien

Autorin: 

Alexander Krist, Haus der FrauenGeschichte Bonn

In der langen Geschichte der Piraterie hat es zwar selten, aber immer wieder auch Frauen gegeben, die zu Raubzügen in See stachen. Schauen wir im nächsten Beitrag nach Arabien

Amazonen - mitten unter uns

Autorin: 

Isabel Busch, Haus der Frauengeschichte

Die Amazone der griechischen Mythologie, wie sie am bekanntesten ist, wird in der Regel als angsteinflößendes Mannweib dargestellt. Ihr werden (selbstredend von männlichen Autoren) monströse Taten nachgesagt: Sie soll (hier hat die Leserin die freie Auswahl) ihre Söhne entweder so verkrüppeln, dass sie nicht zum Kriegsdienst, aber für andere Arbeiten taugen, oder sie schickt sie zum Erzeuger, denn die Amazone ist nicht nur (Achtung: Sarkasmus!) eine miserable Mutter, sondern sie weigert sich auch, sich ehelich an einen Mann zu binden. Manchmal tötet sie die Jungen gleich. Die Töchter werden zwar zu Kriegerinnen aufgezogen, aber ihnen wird in jungen Jahren die rechte Brust amputiert, beziehungsweise abgebrannt. Selbstverständlich auch ein Symbol dafür, dass die Amazone ihre natürliche Weiblichkeit verleugnet. Es versteht sich ebenso von selbst, dass ein Held kommen muss, der dieses Weib zähmt, beziehungsweise bezwingt. Die Amazonen dieser Geschichten heißen Hippolyta, Antiope und Penthesilea. Die Helden heißen Achilles, Herkules und Theseus. Und obwohl die literarische Amazone einen abschreckenden Gegensatz zu der griechischen Bürgersfrau darstellt, bedient sie, wie jede literarische Femme Fatale, eine erotische Fantasie. Aber ist die Amazone wirklich nur eine Erfindung antiker Autoren?

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Über das Buch

Author Die Autorin unternimmt Streifzüge durch verschiedene Weltenmythologien und versammelt die Personen und ihre Geschichten um die Weltenesche Yggdrasil. Mythomania.net

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Barbara Fischer Reitzer.