Pekingente in Frankfurt

Autorin: 

Hanna Rut Neidhard, Künstlerin

Nak nak und Pekingente

Am Anfang war alles ganz warm. Es schwamm in irgendetwas, davon, bis es immer enger wurde. Irgendwann hatte es gar keinen Platz mehr, zum Essen war auch nichts mehr da, und da tat es etwas Außerordentliches.

Es hackte auf die Wand ein, die sich dicht um seinen Körper zusammengezogen hatte, immer wieder, so lange, bis da auf einmal ein Loch war. Es wusste bis dahin nicht, dass Löcher möglich waren. Es wusste auch nicht, dass es hinter dem Loch etwas anderes gab.

Es sah in ein riesiges glänzendes Auge. Daneben war noch eins, in einem großen, großen Wesen, das schrie aufgeregt nak nak naaak und schlug dazu mit zwei Wedeln. Als das Loch weit genug war, krabbelte es hinaus, dann wurde es von dem großen Schreienden mit etwas Weichem, Klebrigem eingerieben. Und dann gingen beide hin, platsch! Da schwamm es, mit anderen Kleinen. Es lernte bald, dass das große Wesen alles wusste, alles konnte, alles tat, um sie zu nähren und zu beschützen. Bei ihm waren sie zufrieden und glücklich. Sie lernten, sich zu verständigen: Naknak hieß es ist gut so, naaknaaak rief man, wenn es nicht gut so war.

Naaaknak naaaknak naaaknakschrie die Große, die Mutter, bei Gefahr. Nknknk, nknknk lockte sie ihre Kinder herbei. Mehr mussten sie nicht wissen.

Eines Tages geschah etwas Schreckliches: die Mutter wurde von einem zottigen Ungeheuer gefangen, als sie gerade alle ins Wasser gleiten wollten. Naaaknak naaaknak! schrie sie lauter als je zuvor, und dann trug das Ungeheuer sie fort, und zwei von den aufrecht Gehenden fingen alle Kleinen ein und sperrten sie ein in etwas, das war rundum zu. Es war ein bisschen wie am Anfang, denn man konnte nicht hinaus. Nur war es dort größer, viel, viel größer, und man saß nicht alleine, sondern mit einer solchen Menge anderer, dass einem ganz schwummrig davon wurde. Wasser war keines mehr da, alle traten sich gegenseitig auf die Füße, denn es gab nicht genug Platz zum Laufen. Viele wurden krank. Das Leben wurde schwer und voll Trauer, wenn Bilder seiner Mutter und der schönen Zeit mit ihr vorbeizogen. Alle riefen und schrieen, aber was half ihnen ihr naaknaaknaak, gar nichts.

Es erinnerte sich daran, wie es sich aus seinem engen Gefängnis damals befreit hatte. Es lief zu einer der Wände und begann daran zu picken. Die Wand war aber  hart, kein Loch wollte sich hinein brechen lassen. Es wusste nicht, was es tun sollte. Es schrie naaknaak, naaknaak, immer wieder, viele von ihnen taten das auch, einfach so, aber es führte zu nichts.  

Manchmal öffnete sich ein Loch in der Wand ganz von alleine, Licht fiel herein. Dort erschienen die aufrecht Gehenden und drängten sich zwischen all die Wesen, die aufgeregt herumzuflattern begannen und schrien, so laut sie konnten. Viele von ihnen wurden an Hälsen oder Beinen oder Flügeln gepackt, wo sie sie gerade zu fassen kriegten, und in große Säcke gestopft, und fortgetragen. Wohin? Das fragte keines –wie auch. Naak? Naknaak? Naknaknaaak?

Wo war das Loch in eine andere, schönere Welt? Keines von ihnen konnte diese Frage stellen, und so lebten sie fort unter vielstimmigem verzagten naaknaak, ertrugen die Tage und ruhten im Schutz der Dunkelheit.

In einer jener Nächte aber geschah es, dass es plötzlich ein kleines verborgenes Loch in der Wand fand und hindurchschlüpfte. Es stand direkt vor einem merkwürdigen Vogel, der einen blauen Matrosenanzug trug und mit einem Stock in der Erde herumstach. Drei kleinere mit Schirmmützen auf den Köpfchen nahmen Pflänzchen aus einem Kasten und setzten sie in die Erde. Sie sahen es plötzlich da stehen und fragten ganz selbstverständlich »Hallo, willst du uns ein bisschen helfen«, und es anwortete ganz einfach »ja, gerne«, und dann setzte es eine Reihe Tomaten in den Boden, so, als ob es das schon immer getan hätte. Als man es nach seinem Namen fragte, sagte es »Weißnicht«, also nannten sie es Weißnicht und nahmen es bei sich auf.

Alles war ganz anders hier: Essen mit Messer und Gabel, schlafen in einem Bett, Kleidung tragen.

Das taten hier alle, und gingen dazu aufrecht.

Sie fuhren in Autos, saßen in Kinos, lasen Bücher und gackerten unentwegt. Sie schwammen selten, und wenn, in eckigen Teichen mit klarem Wasser. Das Beste war, dass es keine Wand gab, und keine Tür für hereinkommende aufrecht Gehende mit Säcken, das Großartigste aber, dass alles und jedes irgendwie hieß, und dass die anderen wussten, was man meinte, wenn man diese Namen nannte.

»Onkel Donald, dürfen wir mit Weißnicht Onkel Dagobert besuchen?«

fragten die drei Neffen einmal, und als sie dort anlangten, sprang der Onkel gerade von einem Brett in ein ausladendes Becken voller Goldstücke. Sein Bad im Geld war sein Liebstes, hatten die Neffen Weißnicht vorher erzählt.

»Darf ich auch mal springen« fragte es den Onkel, denn es dachte an die Zeit, als es mit seiner Mutter in den Teich gehüpft war.

»Pass gut auf, meine Talerchen sind hart« antwortete der Onkel,

Weißnicht watschelte auf das Brett, sprang, sah den goldenen See auf sich zurasen - »FLIIIIEG!« schrieen die drei Neffen, da prallte es schon mit großer Wucht gegen etwas Hartes.

Als es die Augen öffnete, schaute es gegen die Wand. Benommen erkannte es die Tür neben sich, durch die die aufrecht Gehenden sie immer in Säcken davonschleppten. Es war Morgen, ringsum wachten sie auf und riefen sich ihr naaknaak zu. Wo waren all die schönen Wörter geblieben? Es hatte sie alle noch im Kopf; aber sie nützten nichts, weil niemand sie hier verstand.

Da öffnete sich wieder die Tür, zugleich mit dem Licht drängten ein paar aufrecht Gehende herein und griffen sich Säcke von dem Stapel neben der Tür, hinter dem es sich zitternd verbarg, und als der Letzte hereingekommen war und gerade die Tür schließen wollte, witschte es ihm zwischen den Beinen hindurch nach draußen und entwand sich glücklich den Händen, die es packen wollten, »Fliiieg! Fliiieg!« gellte es noch in seinem Kopf, da breitete es seine Flügel und schwang sich hinauf und wusste, dass es endlich das Loch in eine andere Welt gefunden hatte.

»Pekingente«, ohne Knochen, traditionelle Zubereitung –Rezept

oi (aeoi)

12 E        Ei (eyei)

6 E          oue

3 E          iu (Aoiu)

1             Ee, i, eie -ae

30           oaaue, ue

30           oaaue, ee

2 E          ey, y

1             Ö (eaö)

1             oi (üeoi), üi

 

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Über das Buch

Author Die Autorin unternimmt Streifzüge durch verschiedene Weltenmythologien und versammelt die Personen und ihre Geschichten um die Weltenesche Yggdrasil. Mythomania.net

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Barbara Fischer Reitzer.