CSD Weimar: Kranzniederlegung in Buchenwald

Autorin: 

Barbara Fischer

Am Samstag ließen wir es uns in der Innenstadt gut gehen, auf der obligatorischen Route vom Frauenplan über Goethehaus und Ilmpark zum Markt. Unterwegs trafen wir auf die fröhliche, bunte und lärmende Parade zum Christopher Street Day. Offenheit und gute Laune Garantie an einem schönen Sommertag.

Am Sonntag stand für uns Buchenwald auf dem Programm. Ein Muss für alle Weimar-Besuche. Das Konzentrationslager liegt ca. 10 Fahrminuten von der Innenstadt. Dort begegnete uns die CSD-Parade wieder. Diesmal schweigend, mit Regenbogenfahne und Kränzen (Foto)  für die in Buchenwald inhaftierten und ermordeten Homosexuellen. Zuvor hatten wir uns die Fotoausstellung angesehen, Szenen aus Buchenwald auf Fotos von 1937, der Errichtung des Lagers, bis zu seiner Befreiung durch die Amerikaner im April 1945. Unvorstellbares geschah in diesen acht Jahren. Gräueltaten, die zeigen, was passieren kann, wenn Intoleranz und Menschenverachtung Hand in Hand gehend, menschliches Verhalten auf den Gipfel der Perversion treiben. Einer unserer afghanischen Freunde sagte auf der Rückfahrt, dieser traurige Ort hat mich alles andere, alles Schöne vergessen lassen.

 Ich finde es großartig, dass der CSD Weimar dieses Zeichen setzt. Ihr alle, die ihr untern den Nazis gelitten habt und gestorben seid, werdet niemals vergessen!

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Über das Buch

Author Die Autorin unternimmt Streifzüge durch verschiedene Weltenmythologien und versammelt die Personen und ihre Geschichten um die Weltenesche Yggdrasil. Mythomania.net

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Barbara Fischer Reitzer.